Schüller
Wachstum in einem anspruchsvollen Jahr

Blicken auf ein herausforderndes, aber positives Jahr zurück (v.l.n.r): Max Heller, Markus Schüller, Manfred Niederauer. Foto: Schüller

Schüller hat das Jahr 2021 mit einem Umsatz von 671,5 Mio. Euro netto (2020: 600,8 Mio. Euro) abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 11,8%. Überproportional beeinflusst wurde das Ergebnis durch das Wachstum im Export. 197 Mio. Euro (149,5 Mio. Euro im Vorjahr) entfielen auf internationale Märkte. Sowohl europäische Länder als auch Überseemärkte trugen zur positiven Entwicklung von + 31,8% bei und führten zu einer Exportquote von 29,3%. Im herausfordernden Inlandsmarkt erzielte man mit 474,5 Mio. Euro (2020: 451,3 Mio. Euro), ein Plus von 5,1%.

Immens belastet wurde das Unternehmensergebnis jedoch durch die deutlich gestiegenen Rohstoff-, Energie-, Logistik- und anderer Kosten. Das Ausmaß, in dem Branchen in Bezug auf Grund- und Rohstoffe miteinander verflochten sind, wurde deutlich sichtbar und spürbar. Der Herausforderung einer vollumfänglichen Versorgung folgte unmittelbar ein überproportionaler Anstieg von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Energie und Frachten. Die explodierten Gas-, Chemie-, Papier-, Holz- und Stahlpreise fanden unaufhaltsam ihre Wirkung im Produkt Küche. Oberste Prämisse war auch im Jahr 2021 eine termingerechte
und vollumfängliche Lieferung an die Handelspartner. Dies ist Schüller nach eigenen Angaben dank des großen Eigenfertigungsanteils sehr gut gelungen.

Das kontinuierliche Wachstum von Schüller schlug sich auch 2021 erneut in der Anzahl der Beschäftigten nieder. So gingen 2.051 Mitarbeiter im Jahresmittel ihrer Beschäftigung bei Schüller nach (Stand Ende 2020: 1.929 Mitarbeitende). In dieser Zahl sind 125 Auszubildende inkludiert, die das Unternehmen zum Ausbildungsbeginn im September 2021 zu verzeichnen hatte.

Das erste bis dritte Quartal 2021 standen unter dem Zeichen der Installation von Produktionsmaschinen und -technik. So konnten pünktlich nahezu alle Anlagen, die für eine Überführung der bestehenden Nachtschicht in den neuen Produktionsbereich benötigt wurden, im September in Betrieb gehen. Diese Überführung und Inbetriebnahme bildet die Grundlage weiteren Wachstums am Standort Herrieden. Im vergangenen Geschäftsjahr betrug das Investitionsvolumen 73,8 Mio. Euro. Es umfasste neben dem Abschluss von Gebäuden im Wesentlichen technische Anlagen, Maschinen, den Fuhrpark sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung, Digitalisierungsprojekte und die dafür erforderliche Infrastruktur.

Die Nachfrage nach Küchenmöbeln ist für Schüller auf einem nach wie vor hohen Niveau. Die Ursachen für den Kauf scheinen vielfältig: vorgezogene Investitionen, längst fälliger Austausch, das nach wie vor niedrige Zinsniveau und Einsparungen, die der Einrichtungsbranche zugutekommen. Auch die anhaltende positive Bautätigkeit stabilisiert die Absatzzahlen im Inland, wie auch in europäischen Exportmärkten auf einem hohen Niveau. Es ist davon auszugehen, dass auch 2022 die Kaufneigung, trotz vermutlich höheren Ausgaben im Urlaubssektor, positiv verläuft. Außerdem freut sich Schüller auf die erste internationale Messe seit Langem. Zur EuroCucina im Juni 2022 in Mailand werden Produktneuheiten rund um die Premiummarke next125 ausgestellt.


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