NIQ Kaufkraft Deutschland 2026
Kaufkraft der Deutschen steigt

Foto: Pixabay

Bruchsal. Die Kaufkraft der Deutschen wächst 2026 deutlich: Mit durchschnittlich 31.193 Euro pro Kopf liegt sie 5% über dem Vorjahr, was einem Plus von 1.466 Euro entspricht. Das zeigt die aktuelle NIQ Kaufkraftstudie. 

Insgesamt prognostiziert NIQ Geomarketing für Deutschland eine Kaufkraftsumme von 2.607 Mrd. Euro, die für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder zum Sparen zur Verfügung stehen. Markus Frank, Experte im Bereich Geomarketing von NIQ, sagt: „Nach moderaten Anstiegen in den vergangenen Jahren wächst die Kaufkraft der Deutschen 2026 mit 5% wieder deutlich spürbarer. Die reale Kaufkraftentwicklung wird jedoch durch eine moderate Inflation und Unsicherheiten in der Zollpolitik gebremst. Kreise wie Lichtenfels und Coburg profitieren dabei von einem starken Mittelstand und den höchsten Kaufkraftzuwächsen, während Städte mit Automobil- und Zuliefererstrukturen wie Wolfsburg, Baden-Baden und Ingolstadt bei der Pro-Kopf-Kaufkraft zwar wachsen, jedoch deutlich langsamer als die anderen Kreise.“

Regional teils große Unterschiede 

Bei den Bundesländern belegt wie in den Vorjahren Bayern den ersten Platz. So stehen den Bayern 2026 durchschnittlich 33.666 Euro pro Kopf für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung, womit sie knapp 8% über dem bundesweiten Durchschnitt liegen. Auf dem zweiten Platz folgt Hamburg, das nun das zweite Jahr in Folge vor Baden-Württemberg und mit 33.019 Euro pro Kopf knapp 6% über dem Durchschnitt liegt.

Wie in den Jahren zuvor weisen mit Bayern, Hamburg, Baden-Württemberg und Hessen lediglich vier der 16 deutschen Bundesländer eine überdurchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft auf, während das Ausgabepotenzial in drei Vierteln der Bundesländer unterdurchschnittlich ist. Schleswig-Holstein liegt 2026 aber das zweite Jahr in Folge fast auf Bundesdurchschnitt und mit 31.168 Euro pro Einwohner nur noch knapp darunter. Der positive Trend der letzten Jahre, dass die neuen Bundesländer die größten Kaufkraftzuwächse verzeichnen, setzt sich fort. Diese reichen von einem Plus von 0,5 Indexpunkten in Sachsen bis hin zu 0,9 Indexpunkten in Berlin.

Auch wenn die 25 einwohnerstärksten Stadtkreise bereits mehr als 21% der Gesamtkaufkraft Deutschlands vereinen, erreichen nicht alle Großstädte in Deutschland ein überdurchschnittliches Kaufkraftniveau. Die Hauptstadt Berlin liegt bei der Pro-Kopf-Kaufkraft etwas mehr als 3% unter dem deutschen Durchschnitt, konnte sich im Vergleich zum Vorjahr aber um 22 Ränge verbessern. Dresden kommt auf ein ähnliches Kaufkraftniveau und konnte ebenfalls um zehn Ränge aufsteigen. Die höchsten Ausgabepotenziale gibt es in München und Düsseldorf, die mit knapp 31 und 15% deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegen.

Die NIQ Kaufkraft berücksichtigt das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Ob und wie viel jedoch vom nominalen Kaufkraftzuwachs real für die Ausgaben der Bürger übrigbleibt, hängt davon ab, wie sich 2026 die Verbraucherpreise entwickeln.

Quelle: NIQ Geomarketing | www.nielseniq.com/geomarketing-de | Karte erstellt mit RegioGraph.

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