Küchenmöbelmarkt Österreich 2025
Gestiegene Nachfrage auf der Großfläche

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Wien (Österreich). In Österreich wurden im Jahr 2025 wieder mehr Küchen gekauft als im Jahr davor. Davon profitierte jedoch einzig die Möbelgroßfläche. Das zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse.

Der Markt für Küchenmöbel hat sich im vergangenen Jahr etwas erholt: Laut aktuellem „Branchenradar Küchenmöbel in Österreich“ erhöhten sich im Jahr 2025 die Herstellererlöse um 2,5% gegenüber dem Vorjahr auf rund 388 Mio. Euro. Insgesamt wurden 159.100 Küchen verkauft, 1.000 Stück mehr als 2024. Der Zuwachs kam laut dem Bericht zur Gänze aus dem Ersatzgeschäft, das im Jahresvergleich um 8,5% wuchs. Die Anzahl der Küchen für neuerrichtete Wohnungen sank hingegen auf rund 45.700 Stück. Das entsprach einem Rückgang um nahezu 15%.

„Zudem waren die Konsumenten offenbar erkennbar preissensibler als die Jahre davor“, sagt Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von Branchenradar Marktanalyse. „Denn vom Marktwachstum profitierte einzig die Möbelgroßfläche“. Während die Anzahl der Küchen, die über Filialisten verkauft wurden, um rund 1.800 Stück wuchs, sank der Herstellerabsatz an Küchenstudios um etwa 700 Küchen. Weitere 100 Stück verloren die Erzeuger im Direktgeschäft mit Endkunden und Objekteuren. 

In der Möbelgroßfläche wurden insbesondere Handelsmarken nachgefragt. So stammte etwa jede fünfte neue Küche von Ikea. Auch in der Lutz-Gruppe lag der Fokus auf Eigenmarken, nicht zuletzt weil sich klassische Küchenmarken wie Dan und Ewe zunehmend zurückziehen. Darüber hinaus lässt sich der Wert einer Küche laut den Experten immer weniger am Küchenmöbel selbst festmachen. Vielmehr bemisst sich dieser nicht zuletzt an der Marke der eingebauten Küchengeräte, dem Material der montierten Arbeitsplatte sowie am Modell der verwendeten Küchenspüle und Küchenarmatur. 

Hersteller von Markenküchen stellt das vor enorme Herausforderungen, lassen sich auf diese Weise doch selbst Küchenmöbel in der Preiseinstiegslage zu einer Exklusivküche „aufpeppen“. Zumal bei Küchenmöbeln auch die Unterschiede im Design und in der Funktion immer geringer werden, so die Experten. Der Rückzug aus der Großfläche geht daher einher mit einem Bedeutungsverlust österreichischer Küchenmöbelmarken, nicht zuletzt weil auch in Küchenstudios die ausländische Konkurrenz an Boden gewinnt, insbesondere deutsche Marken. „Im Jahr 2025 kam nicht einmal mehr jede dritte Küche aus heimischer Produktion“, so Kreutzer.

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