Ikea
Stellt globale Struktur neu auf
Die Ikea-Muttergesellschaft Ingka Group kündigt an, rund 800 Stellen in den Konzernfunktionen zu streichen, um die Organisation zu straffen. Gleichzeitig investiert das Unternehmen in neue und bestehende Ikea-Filialen und baut seine digitalen Kompetenzen weiter aus.
Um ihre langfristigen Ziele zu erreichen, hat die Ingka Group eine vereinfachte Organisationsstruktur angekündigt, die den Fokus auf den Ikea-Einzelhandel verstärken und die Filialen in den Mittelpunkt ihres Omnichannel-Geschäfts rücken soll. Infolgedessen sollen rund 800 Büroarbeitsplätze wegfallen. Diese Veränderung ziele dem Unternehmen zufolge darauf ab, die Organisation zu vereinfachen, um schnellere Entscheidungen, geringere Kosten und letztlich niedrigere Preise für die Kunden zu ermöglichen.
„Wir sind in einem Einzelhandelsumfeld, das Schnelligkeit und Flexibilität erfordert, zu komplex geworden. Einfachheit ist einer unserer Grundwerte, und mit diesem Schritt stellen wir sie in den Mittelpunkt unserer Organisation, unserer Arbeitsweise und unserer Unternehmensführung. Diese Veränderung wird von unserem Leitbild bestimmt – nicht von der Gewinnmaximierung“, sagt Juvencio Maeztu, CEO der Ingka Group / Ikea. Es gehe darum, die Entscheidungen näher an die Kunden und Mitarbeiter heranzuführen, die sie täglich betreuen. Dieser Schritt werde die richtigen Voraussetzungen schaffen, um zu wachsen und die Preise zu senken, während Ikea seiner Vision treu bleibe, ein besseres, erschwinglicheres und nachhaltigeres Alltagsleben für viele Menschen zu schaffen.
Seit 2020 ist das Unternehmen von rund 375 Filialen auf mehr als 640 Kundenkontaktpunkte in 32 Ländern gewachsen. Allein im letzten Geschäftsjahr wurden 54 neue Standorte eröffnet – unter anderem in Stadtzentren und mit neuen Formaten, die auf die heutigen Lebens- und Sozialgewohnheiten der Menschen zugeschnitten sind.
Vor kurzem kündigte das Unternehmen an, Ikea weiterzuentwickeln und auszubauen, indem es neue Filialen in kleineren Städten und Vororten in Nordamerika und Europa als Pilotprojekte erprobt. Bis September sollen bis zu 20 Filialen eröffnet werden, wodurch 500 neue Arbeitsplätze entstehen. Dieses neue Format ist auf Kosteneffizienz ausgelegt und lässt sich deutlich schneller eröffnen als traditionelle Filialen oder solche in Großstädten.