Ifo Institut
Erwartet stärkeres Wirtschaftswachstum

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Das Münchner Ifo Institut erwartet ein erhöhtes Wirtschaftswachstum in Deutschland: In seiner aktuellen Prognose geht das Forschungsinstitut für das laufende Jahr von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,4% aus. Für das Jahr 2027 erwarten die Konjunkturforscher ein Wachstum von 1,2%, für 2028 von 0,8%.

Im Vergleich zur letzten Prognose hat das Ifo Institut die Wachstumsrate für das laufende Jahr um 0,6% und für das kommende Jahr um 0,4% angehoben. Dazu haben sowohl eine Revision vergangener Daten durch das Statistische Bundesamt als auch eine Neueinschätzung der konjunkturellen Grunddynamik in Deutschland beigetragen. In der aktuellen Prognose werden vor allem die konjunkturellen Schubkräfte – also die Impulse durch die Finanzpolitik und aus dem Ausland – stärker und die Bremswirkungen des Energiepreisschocks schwächer eingeschätzt.  

„Deutliche Impulse aus dem Ausland und die Mehrausgaben für Infrastruktur, Klima und Verteidigung in Deutschland verhindern stärkere Bremsspuren beim Wachstum durch den Energiepreisschock und das Niedrigwasser auf den Flüssen. Vor allem für die krisengeplagte Industrie zeigen sich Lichtblicke“, sagt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Die Erholung der deutschen Wirtschaft setzt sich fort.“

Der expansive Kurs der Finanzpolitik lässt die Finanzierungsdefizite des Staates laut den Experten kräftig anschwellen. Das Budgetdefizit dürfte sich von 3,0% des BIP im Jahr 2025 auf 4,6% im Jahr 2028 ausweiten. Im selben Zeitraum wird der Bruttoschuldenstand voraussichtlich von 62,7% auf 67,9% der Wirtschaftsleistung steigen. 

Laut Prognose wird die Inflationsrate in diesem und im kommenden Jahr auf 2,8 beziehungsweise 3,0% steigen. Erst im Jahr 2028 dürfte sich die Inflation mit 2,3% wieder in Richtung des Zielwerts der Europäischen Zentralbank bewegen. „Die durch Heizöl und Kraftstoff getriebene Inflation wird im weiteren Prognoseverlauf voraussichtlich sinken. Allerdings dürften vor allem die Verbraucherpreise für Strom und Gas im Winter nochmals steigen“, sagt Wollmershäuser. Insgesamt bleibe die Konsumkonjunktur aufgrund der hohen Inflation gedämpft.


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