Egger
Verzeichnet stabile Geschäftsentwicklung
St. Johann in Tirol (Österreich). Die Egger Gruppe hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/2026 einen Umsatz von 2,15 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Wachstum von 2,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die Gruppe erzielte ein EBITDA von 293,3 Mio. Euro (–8,4%). Die EBITDA-Marge beträgt 13,7%, die Eigenkapitalquote liegt auf dem hohen Niveau von 41,5%. Positiv entwickelten sich laut Egger die Regionen in Osteuropa und Übersee, während in den schwächelnden Märkten in West- und Mitteleuropa starker Wettbewerbsdruck herrschte.
Der Bereich der dekorativen Produkte für den Möbel- und Innenausbau erzielte einen unkonsolidierten Umsatz von 1.907,8 Mio. Euro (+2,6%). Der leichte Umsatzanstieg verteilte sich gleichmäßig auf alle Regionen und resultierte vor allem aus leichten Mengen- und Preissteigerungen. Das EBITDA in diesem Produktsegment liegt unter dem Vorjahreswert, was laut Egger vor allem auf schwächere Ergebnisse in Westeuropa zurückzuführen ist. Der Produktbereich für den konstruktiven Holzbau und Fußböden erwirtschaftete einen unkonsolidierten Umsatz von 365,1 Mio. Euro (+4,0%). Damit ergibt sich zwar ein leichtes Umsatzplus, allerdings bleibt die Ergebnissituation laut eigener Aussage äußerst angespannt. Insbesondere die Nachfrage im Fußbodenbereich gestalte sich schwach und die fehlende Neubautätigkeit konnte nur teilweise durch Renovierungen kompensiert werden.
Im ersten Halbjahr wurden Investitionen in Höhe von 248,6 Mio. Euro getätigt (Vorjahreszeitraum: 218,4 Mio. Euro). Besonders hervorzuheben sei dabei das mehrstufige Großprojekt im Werk Markt Bibart. Bis 2026 sollen dort über 200 Mio. Euro in die Bereiche Nachhaltigkeit, Veredelung und Automatisierung fließen. Ein Meilenstein sei zudem die neue Aufbereitungsanlage für Recyclingholz, die seit Herbst 2025 stufenweise in Betrieb genommen wird. Parallel dazu werden am Standort schrittweise Veredelungskapazitäten aufgebaut. Anfang 2026 soll die Produktion von beschichteten Spanplatten mit trendgerechten Dekoren an einer neuen Kurztaktpresse starten. Es wurden zudem neue Timberpak-Recyclingsammelstandorte eröffnet und die Aufbereitungskapazitäten für Recyclingholz in mehreren Werken erweitert. Auch am Stammsitz St. Johann in Tirol schreite der Bau des zweiten Kraftwerks gut voran.
Die gesamtwirtschaftlichen Aussichten bleiben laut Egger herausfordernd, wenngleich der Tiefpunkt des Abschwungs allem Anschein nach überschritten wurde. Der anhaltende Preisdruck aufgrund der schwachen Nachfrage werde sich dennoch voraussichtlich auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. Daraus ergibt sich auch für das zweite Geschäftshalbjahr 2025/2026 eine gedämpfte Umsatz- und Ergebniserwartung für die Egger Gruppe.