DHL Group
Umsatz wächst im zweiten Quartal

Foto: DHL

Bonn. Der Logistikkonzern DHL Group hat im zweiten Quartal 2026 ein Umsatz- und Ergebniswachstum realisiert. Gegenüber dem – durch Zoll- und weitere handelspolitische Rahmenbedingungen belasteten Vorjahresquartal – erhöhte sich der Konzernumsatz um 13 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 30 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro; die EBIT-Marge verbesserte sich um 1,1 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent.

Aufgrund der positiven Ergebnisdynamik im zweiten Quartal 2026 hatte der Konzern im Juli mit Vorlage der vorläufigen Zahlen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 auf ein operatives Ergebnis von über 6,5 Milliarden Euro angehoben (zuvor über 6,2 Milliarden Euro). 

Das Umsatzwachstum geht laut DHL insbesondere auf den Anstieg des transportierten Sendungsgewichts bei DHL Express, Kapazitätsengpässe im internationalen Luftfrachtmarkt sowie die Weitergabe gestiegener Kraftstoffkosten zurück. Auf der Ergebnisseite wirkten sich demnach vor allem ein konsequentes Ertrags- und Kapazitätsmanagement sowie die im Rahmen des Programms „Fit for Growth“ erzielten strukturellen Kostenverbesserungen positiv aus.

Tobias Meyer, CEO DHL Group, kommentiert: „In einem weiterhin von geopolitischen Spannungen und veränderten Handelsströmen geprägten Umfeld profitieren unsere Kunden von unserer weltweiten Präsenz, lokaler Expertise und operativen Flexibilität. Damit unterstützen wir sie, Lieferketten auch unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig zu steuern und an neue Marktgegebenheiten anzupassen.“ 

Der Free Cashflow (ohne M&A) lag im zweiten Quartal bei 569 Millionen Euro (Q2 2025: 329 Millionen Euro). Während das starke Geschäftswachstum zu einem zusätzlichen Mittelabfluss im Working Capital führte, wurde der Cashflow im Juni durch Rückzahlungen im Zusammenhang mit den US-Zollmaßnahmen (IEEPA) positiv beeinflusst. Die entsprechenden Beträge werden laut DHL schnellstmöglich an die Kunden weitergegeben.

Die DHL Group investiert weiter in die Leistungsfähigkeit ihres Netzwerks. Im ersten halben Jahr lagen die Investitionen in erworbene Vermögenswerte (Capex) mit 1,3 Milliarden Euro 25 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der Konzern setzt damit die Umsetzung seiner Strategie 2030 fort und stärkt die Grundlage für langfristiges Wachstum.

Um den steigenden Anforderungen seiner Kunden auch künftig gerecht zu werden, investiert das Unternehmen weiter in Digitalisierung, Automatisierung und die Modernisierung seiner Logistikinfrastruktur. Dazu gehören unter anderem Investitionen in die globale Expressflotte, automatisierte Lager- und Sortierlösungen sowie digitale Anwendungen zur weiteren Verbesserung von Qualität und Effizienz.


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