Casa di Mobili
Trauer um Friedrich Wilhelm Schewe
Worpswede. Der Großhändler, Unternehmer und Gründer von Casa di Mobili, Friedrich Wilhelm „Fred“ Schewe (Foto), ist am 16. Mai im Alter von 84 Jahren verstorben.
Friedrich Wilhelm Schewe wurde am 21. Juni 1941 in Bremen geboren und begann nach der Schulzeit seine berufliche Laufbahn bei Karstadt und legte dort das Fundament für seinen späteren Erfolg im Möbelhandel. 1972 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete RS Möbel Import. Was zunächst mit dem Import italienischer Klappstühle begann, entwickelte sich zu einem erfolgreichen Unternehmen mit weitreichenden Handelsbeziehungen.
Aus RS Möbel Import entstand später die RS Möbel Collection, die zahlreiche italienische Möbelhersteller auf dem deutschen Markt vertrat. Mit einem Netzwerk von Handelsvertretern, bis zu drei eigenen Lkw und Kunden aus dem Fachhandel sowie dem Verbandsbereich baute Schewe über Jahrzehnte eine Brücke zwischen italienischen Herstellern und dem deutschen Möbelmarkt. Präsent war er auf den bedeutenden Branchenmessen Italiens ebenso wie auf den deutschen Leitmessen in Köln, Frankfurt und Bad Salzuflen.
Seine Leidenschaft für italienisches Design und seine persönliche Verbundenheit mit Land und Menschen prägten sein gesamtes berufliches Wirken. 1984 erfüllte er sich mit der Gründung von Casa di Mobili in Worpswede einen Lebenstraum und schuf einen Ort, der über Jahrzehnte weit über die Region hinaus für italienische Wohnkultur, persönliche Beratung und Gastfreundschaft stehen sollte. Nach mehr als 40 erfolgreichen Jahren musste das Unternehmen im Jahr 2025 infolge der schwierigen Marktbedingungen und der anhaltenden Kaufzurückhaltung schließen.
Friedrich Wilhelm Schewe engagierte sich als Gründungsmitglied des Rotary Club Osterholz zudem für zahlreiche soziale und gemeinnützige Projekte. Die Familie des Unternehmens äußert sich schriftlich: „Mit Fred Schewe verliert die Branche einen Unternehmer alter Schule, einen Brückenbauer zwischen Deutschland und Italien, einen leidenschaftlichen Netzwerker und einen Menschen, dessen Herzlichkeit, Humor und Verlässlichkeit weit über das Geschäftsleben hinaus geschätzt wurden.“