Blanc & Fischer Gruppe
Herausforderndes Geschäftsjahr 2025

Foto: Blanc & Fischer Familienholding

Oberderdingen. Die Blanc & Fischer Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 1,11 Mrd. Euro erwirtschaftet. Dabei handelt es sich um einen leichten Rückgang um 1,5% im Vergleich zum Vorjahr. 

Mit 615 Mio. Euro (-3 %) leistete die E.G.O.-Gruppe den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Blanco erzielte erstmals seit 2022 wieder ein Umsatzplus von 2% und erreichte 392 Mio. Euro – rund ein Drittel des Konzernumsatzes. B.Pro unterschritt den Vorjahresumsatz um 5% und erreichte rund 81 Mio. Euro. 

Im Rahmen der Verteilung der Umsätze ist Deutschland mit einem Anteil von 27% der stärkste Einzelmarkt. Der Rest von Europa liegt bei 44% und unterstreicht damit die zentrale Stellung für die Gruppe. In Deutschland verzeichnete der Konzern ein Umsatzplus von 5%, während im restlichen Europa ein Rückgang von 6,4% verbucht wurde. Die Entwicklung in der Region Asien & Pazifik, Arabische Länder & Afrika verlief mit einem deutlichen Plus von 7,5% sehr erfreulich. In Nord-, Mittel- und Südamerika musste Blanc & Fischer jedoch ein Minus von 2,6% verzeichnen. 

Kerngeschäfte bieten Chancen 

Vorstandssprecher Frank Gfrörer betont vor diesem Hintergrund die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Transformation, die die langfristige Wettbewerbsfähigkeit in den Mittelpunkt stellen und das Unternehmen für die Zukunft aufstellen soll: „Bei aller Marktschwäche: Die Küche bleibt als Geschäftsfeld attraktiv. Wir haben großes Potenzial in verschiedenen Bereichen unseres Kerngeschäfts, beispielsweise in der Aufwertung des Küchenwasserplatzes. Das sieht man etwa bei den Trinksystemen von Blanco, wo wir unsere Umsätze letztes Jahr mehr als verdoppeln konnten“, so Gfrörer. 

Im Geschäft mit der Hausgeräteindustrie stärkt E.G.O. beispielsweise die Induktionstechnik im Einstiegssegment – und reagiert damit auf die Budgetlage der Haushalte. Potenzial bietet außerdem das Geschäft mit der Kleingeräteindustrie. Währenddessen erhält „Ki“, die Technologie zur kabellosen Stromversorgung von Kleinelektrogeräten über Induktionstechnologie, große Aufmerksamkeit in der Branche.

Der Konzern sieht zudem großes Potenzial für Automatisierungslösungen für Krankenhausküchen. Die Konzerntochter B.PRO realisiert derzeit ihr erstes software-gestütztes Automatisierungsprojekt für die Großküche eines Universitätsklinikums. Dazu gehören unter anderem das automatische Auflegen von Besteck und Geschirr sowie das Anbringen eines wasserlöslichen QR-Code-Etiketts, das entlang des Küchenbands ausgelesen wird.

Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsaussichten  

Die derzeit entwickelte Konzernstrategie soll nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Produktportfolios in den Mittelpunkt stellen, sondern auch die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Gfrörer sagt: „Unsere Geschäftsmodelle müssen nachhaltig wirtschaftlich sein. Dieses Transformationsziel erreichen wir nur mit Mut zur nüchternen Betrachtung, klaren Entscheidungen und konsequenter Umsetzung.“ Den Fokus auf Wirtschaftlichkeit unterstreichen auch die im vergangenen Jahr eröffneten Neubauten in Mexiko und Polen. „Wir sehen aktuell keine kurzfristige Verbesserung der herausfordernden wirtschaftlichen Lage. Aber unsere Kerngeschäfte bieten großes Potenzial, das wir mit einer tiefgehenden Transformation gezielt nutzen möchten“, so Gfrörer. 

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mai-Ausgabe des küche&bad forum. 


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