EHI Möbelreport 2019
Möbelhandel wächst um 2,3%

Der kooperierende Möbel- und Küchenfachhandel erzielte 2019 einen Möbelumsatz von etwas mehr als 20 Mrd. Euro, was einem Marktanteil von 58,6% entspricht.

Das Jahr 2019 war für die deutsche Möbelwirtschaft – und hier insbesondere für die in Verbundgruppen organisierten Möbel- und Küchenhandelsunternehmen – aus konjunktureller Sicht ein erfolgreiches Jahr.

Der deutsche Möbelhandel ist im Jahr 2019 bei einem Marktvolumen von 34,95 Mrd. Euro um 2,3% gewachsen und hat damit deutlich zugelegt. Dies ist das Ergebnis des aktuellen EHI Möbelreports 2019 im Auftrag des Mittelstandsverbundes.

Der kooperierende Möbel- und Küchenfachhandel erzielte 2019 laut Report einen Möbelumsatz von etwas mehr als 20 Mrd. Euro, was einem Marktanteil von 58,6% entspricht.
Bei einem Gesamtumsatz des Möbelfachhandels von 26,13 Mrd. Euro entfielen demnach 5,65 Mrd. Euro auf den verbandsunabhängigen Facheinzelhandel. Dies entsprach einem Marktanteil von 16,2%.

Mit einem Anteil von gut 75% geht der Umsatz traditionell auf das Konto des Möbelfachhandels. Damit unterstreiche er in dieser turbulenten Zeit einmal mehr seinen Führungsanspruch am Markt und die wichtige Bedeutung als Absatzkanal. Parallel gewinne der Fachhandel deutlich an Aufwind als Dienstleistungs- und Serviceunternehmen, das neben dem Möbelverkauf eine wichtige Begleitfunktion der Kunden einnimmt.

Der Geschäftsführer des Mittelstandsverbundes und Sprecher der Fachgruppe Möbel, Dr. Marc Zgaga, erklärte anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse: „Die Möbelkooperationen haben weiterhin die Nase vorn: Wachstumstreiber sind neuerdings die etablierten stationären Händler, die ihre Aktivitäten im Internet ausbauen und beide Plattformen bedienen. Die Verzahnung zwischen online und offline schließt sich dabei längst nicht mehr aus und erweitert die Zielgruppe um jüngere Nutzer.“
Und er appelliert: „Wer spätestens jetzt den Grundstein für den Online-Vertrieb legt, den Mut hat, sich neu zu erfinden, aber gleichzeitig mit persönlicher Beratung und Expertise zu punkten, wird auch zukünftig gegen Online-Riesen ankommen. Für die Branche bedeutet das natürlich noch stärkere und schnellere Umbrüche in einem schon länger angespannten Wettbewerbsumfeld. Die Corona-Krise wirkt dabei zusätzlich als Innovations-Beschleuniger.“, so Zgaga.

Die Zahlen bestätigen das Bild, denn: Gewinner bleibe bei den branchenfremden Anbietern der Versandhandel inklusive Online Pure Player mit jetzt rund 10% Marktanteil.


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