Deutscher Möbelaußenhandel 2018
Exportschlager Küchenmöbel – übrige Segmente im Minus

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Nach den Jahresumsätzen 2018 der deutschen Möbelindustrie haben die Herforder Verbände auch die Zahlen für den deutschen Möbelaußenhandel für das vergangene Jahr veröffentlicht – mit ähnlichen Ergebnissen in den einzelnen Segmenten.

Küchenmöbel im Wert von über 2 Mrd. Euro wurden 2018 ausgeführt. Im Vergleich zum Vorjahr exportierte die Branche damit 5,52% mehr. Die meisten Küchenmöbel gehen mit einem Wert von über 500 Mio. Euro weiterhin nach Frankreich. Mit deutlichem Abstand folgen die Niederlande (über 288 Mio. Euro) und Österreich (über 198 Mio. Euro). 83 Mio. Euro wurden hingegen mit China erwirtschaftet und damit 8,6% weniger als noch 2017.

Weiter zurück geht auch der Import von Küchenmöbeln. 2018 waren es 11,28% weniger als noch 2017 (über 94 Mio. Euro). Die meisten Küchenmöbel kommen dabei noch aus Italien (-31,4%), dicht gefolgt von Litauen. Weitere größere Importnationen mit einem Wert von über 10 Mio. Euro eingeführten Küchenmöbeln sind Polen und Österreich.

Polstermöbel-Außenhandel: Exporte und Importe gehen leicht zurück

Der Außenhandel (Export) der deutschen Polstermöbelindustrie ist im Jahr 2018 mit einem Minus von -2,24% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dagegen leicht zurückgegangen. So exportierten die Unternehmen Waren im Wert von 704,37 Mio. Euro.

Dabei mussten die deutschen Polstermöbelhersteller in ihren drei wichtigsten Exportländern jeweils Rückgänge verbuchen. So ging der Export in die Schweiz um -8,4% zurück, nach Österreich um -5,7% und nach Frankreich um -1,7%. Deutliche Zuwächse im Export wurden dagegen nach Italien (+22,9%), in die USA (+27,0%) und nach Spanien (+16,6%) verzeichnet.

Doch auch der Import ging im Jahr 2018 um -1,84% auf 2,02 Mrd. Euro zurück. So nahmen die Importe aus Polen um +0,3%, China um +2,1% und aus der Slowakei um +4,0% zu, während sie aus Ungarn um -6,5%, aus Rumänien um -2,4% und aus Italien sogar um -15,7% zurückgingen.

Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel: Minus auf beiden Seiten

Ähnlich wie bei den Polstermöbeln hat sich auch der Außenhandel der Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel entwickelt. Die Exporte in diesem Segment waren 2018 um 3,9% auf einen Wert von rund 870 Mio. Euro gesunken.

Unter den zehn größten Abnehmern führten nur Belgien (+0,8%), Tschechien (+14,6%) und Polen (+4,8%) mehr Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel aus Deutschland gegenüber 2017 ein. Besonders drastisch waren die Rückgänge im Zielland Nummer eins Österreich (-7,3%), in den Niederlanden (-10,4%) und in den USA (-9,0%).

Auch die Importe in diesem Segment waren 2018 rückläufig (-6,05% auf 1,536 Mrd. Euro). Auffällig ist das Minus in Polen (-7,7%) und China (-16,5%).


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