Deutsche Möbelexporte
2018 auf Rekordhoch

Chinesischer Markt wird wichtiger

Möbel „Made in Germany“ sind im Ausland besonders beliebt. Mittlerweile geht knapp jedes dritte Möbel (32,4%) aus deutscher Produktion in den Export. Im vergangenen Jahr legten die Verkäufe ins Ausland nach Angaben von Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM), um 2,2% auf 10,9 Mrd. Euro zu.

„Dies ist der höchste jemals gemessene Exportwert. Besondere Dynamik entwickelte dabei der Wachstumsmarkt China mit einem Ausfuhrplus von 14,7 Prozent. Aber auch die wichtigen Märkte in Europa zeigten eine positive Tendenz. So konnten wir nach Frankreich – dem wichtigsten Exportmarkt der Branche – 6,6 Prozent, in die Niederlande 4,4 Prozent und nach Italien sogar 11,1 Prozent mehr absetzen“, so Kurth.

Der Anteil der EU-Länder an den gesamten deutschen Möbelexporten lag 2018 bei 70,3%, gefolgt von den europäischen Ländern außerhalb der EU mit 13,3%, Asien mit 8,3% und Nordamerika mit 5,3%. Asien zeigte mit einem Exportanstieg von 3,8% im Vergleich zum Vorjahr die höchste Dynamik, die Ausfuhren in die EU stiegen um 2,8%. Der wichtigste außereuropäische Markt für deutsche Möbelhersteller blieben jedoch nach wie vor die USA, wohin Möbel im Wert von 513 Mio. Euro verkauft wurden (+0,5%) „Leider hat das Geschäft mit den USA Ende des vergangenen Jahres auch wegen des unsicheren Handelsumfeldes an Dynamik eingebüßt. Der bevorstehende Brexit hat die Möbelverkäufe nach Großbritannien 2018 bereits um 5,3 Prozent eingebremst“, so Kurth.

Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Fotos/Grafik: VDM

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