Blum
50 Mio. Euro Umsatzplus

Das neue Stanzwerk, das künftige Werk 8 von Blum, in Dornbirn: die erste Bauetappe konnte bereits im Juli bezogen werden, die 2. folgt im April 2019. Fotos: Blum

Der österreichische Beschlägehersteller Blum schließt das Wirtschaftsjahr 2017/2018, das am 30. Juni endete, mit neuerlichem Wachstum ab. Wie das Unternehmen am heutigen Donnerstag, den 12. Juli, bei seiner Pressekonferenz mitteilte, stieg der Umsatz um 50 Mio. Euro (+2,8%) gegenüber dem Vorjahr auf 1,839 Mrd.. Euro. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Wachstum 5%.

Seinen Umsatz erwirtschaftet Blum zu 48% im EU-Raum und 15% in den USA. Über 120 Länder beliefert der Beschlägespezialist heute weltweit und ist mit 30 Tochtergesellschaften bzw. Repräsentanzen international aktiv.

In Westeuropa verzeichneten laut Geschäftsführer Gerhard E. Blum im Wirtschaftsjahr 2017/2018 die meisten Märkte eine Steigerung. Hervorzuheben sei die anhaltende Erholung der Absatzgebiete Südeuropas. Auch in Osteuropa habe sich die positive Entwicklung fortgesetzt. Erfreulich sei der kräftige Aufschwung des russischen Marktes gewesen.

In Amerika, im pazifischen Raum und in Asien wirkte sich in den letzten zwölf Monaten der starke Euro negativ auf die Umsatzentwicklung aus. In Nord- und Südamerika führte dies zu einem Umsatzrückgang, obwohl die Umsatzzahlen in den jeweiligen Landeswährungen stiegen. In Asien, vor allem in Indien, China und Südostasien, hat das Wachstum trotz der negativen Währungseffekte angehalten.

Die Gesamtinvestitionen für die Blum-Gruppe beliefen sich auf 216 Mio. Euro. In Vorarlberg konnte die erste Produktionshalle des neuen Stanzzentrums in Dornbirn – das Werk 8 – fertiggestellt werden, der Umzug hat bereits vor dem Betriebsurlaub begonnen. Zeitgleich soll das Hochregallager mit 11.600 Stellplätzen in Betrieb gehen. Die zweite Produktionshalle dieses Werks soll im April 2019 bezugsfertig sein. Das neue Verwaltungsgebäude im Werk 2 in Höchst soll zwischen September und Dezember dieses Jahres bezogen werden. Ein bedeutender Anteil der Investitionen fließt in die Verbesserung der weltweiten Marktorganisationen von Blum. So ist in Polen ein neues Hochregallager in Betrieb gegangen und in der Slowakei wurde ein Schauraum eröffnet. In Portugal ist die Erweiterung der Büro- und Lagerräume bis September 2018 abgeschlossen.

Das neue Wirtschaftsjahr plant Blum mit verhaltenem Optimismus. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung sei mit einigen Unsicherheiten behaftet wie dem Brexit die Verhängung von Strafzöllen und die Eskalation von Wirtschaftssanktionen.

Weltweit arbeiteten im vergangenen Wirtschaftsjahr im Durchschnitt 7509 Personen bei dem Beschlägehersteller. Das entspricht einem Zuwachs von 368 Mitarbeitern gegenüber dem Vorjahr. Am 1. September dieses Jahres starten 94 neue Lehrlinge mit ihrer technischen Ausbildung in Österreich, darunter 15 Mädchen. In der Gruppe bildet Blum ab Herbst 361 Lehrlinge aus, 19 davon bei Blum USA.

Die Übergabe an die nächste Generation in der Julius Blum GmbH soll im laufenden Wirtschaftsjahr eingeleitet werden. Die Geschäftsführer Gerhard E. Blum, Philipp Blum und Martin Blum leiten seit 1. Juli 2018 gemeinsam mit den langjährigen Mitarbeitern Urs Bolter, Geschäftsführer Blum International Consulting, und Gerhard Humpeler, Leiter Finanzen, das Unternehmen. Die Geschäftsleitung und die Mitglieder des Führungskreises werden mit Beginn des Wirtschaftsjahres 2018/2019 in definierten Schritten die Verantwortungsbereiche von Gerhard E. Blum übernehmen. Dieser wird nach der Übergabe am 1. Juli 2019 gemeinsam mit seinem Bruder Herbert die Geschäftsführung der Holdinggesellschaft der Blum-Gruppe wahrnehmen.

Bilden seit 1. Juli 2018 die Blum-Geschäftsleitung (v.r.n.l.): die drei Geschäftsführer Martin Blum, Philipp Blum und Gerhard E. Blum mit Gerhard Humpeler und Urs Bolter.

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